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Rheinberg

Das "Tor der Toten" erinnert seit dem Jahr 1964 an die Kriegstoten aus Rheinberg. Die besondere Form dieses Mahnmals ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion über die örtlichen Kriegerdenkmale. Nach dem Zweiten Weltkrieg wählten die Bürgerinnen und Bürger in den umliegenden Ortschaften meist die schnellste Lösung für ein Erinnerungszeichen: bestehende Ehrenmale wurden mit dem Zusatz 1939 bis 1945 versehen — egal ob Form und Aussage zu der Trauer um die Opfer des Nationalsozialismus und der zweiten verlorenen Weltkrieges passte oder nicht.

Nicht so in Rheinberg. Die Rheinbergerinnen und Rheinberger beklagten die relative Kurzlebigkeit und Belanglosigkeit ihrer bestehenden Ehrenmale. Das Denkmal von 1907 war ein Obelisk, der unter anderem ein Porträt Kaiser Wilhelms I. trug. An den Ersten Weltkrieg erinnerte seit 1926 ein gemauerter Turm mit Eisernem Kreuz und Lorbeerkranz. Es handelte sich um einen Entwurf des Krefelder Architekten Hugo Lechmig, der 1929 auch das Krefelder Ehrenmal baute.

Die Rheinberger Alternative wurde durch einen Bürgerausschuss und ausgewählte Gruppenvertreterinnen und -vertreter (darunter Schüler und Hinterbliebene) ausgewählt. Allgemeine Zustimmung fand ein Entwurf des Klever Architekten Dr. Toni Hermanns. Ergänzt wurde er durch eine Bronzeplatte des Bildhauers Fritz König. Eine Urkunde mit den Namen der Gefallen und zivilen Opfer ist in einer Art steinernen Truhe eingemauert. Die Denkmalanlage wurde durch Spenden aus der Bürgerschaft finanziert.

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