Memoo
Straelen-Herongen
In der Nähe der vielbefahrenen Landstraße zwischen Stralen-Herongen und Nettetal ragen gebogene Stahlträger in die Luft . Sie erinnern unwillkürlich an das Skelett eines gestrandeten Wals. Tatsächlich handelt es sich um die Reste eines Hangars. In ihm waren während des 2. Weltkrieges deutsche Kampfflugzeuge, so genannte Nachjäger, untergebracht. Die Halle ist heute ein Denkmal, weil man an ihr die für 1940 sehr moderne Konstruktion noch gut erkennen kann.
Damals wurde im Auftrag der Luftwaffe ein riesiger Flughafen mit mindestens hundert Gebäuden, Verbindungsstraßen und Rollfeldern angelegt. Er war speziell für nächtliche Flüge eingerichtet, weil die aus Richtung Westen anfliegenden alliierten Flugzeuge meist des Nachts angriffen.
Vom deutschen Militär wurde der Flughafen im September 1944 aufgegeben. Nachdem die Alliierten den Fliegerhorts noch kurze Zeit genutzt hatten, ist der Flugbetrieb wieder auf zivile Maße geschrumpft. Im Naturschutzgebiet "Grote Heide" starten und landen seit 1945 nur noch Segelflieger.
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